Gitarre
Die Gitarre (griechisch κιθάρα, ursprünglich die Kithara, ein leierartiges Instrument) ist ein Musikinstrument, hinsichtlich der Tonerzeugung ein Saiteninstrument, von der Spieltechnik her ein Zupfinstrument.
Es kann grundsätzlich zwischen akustischen und elektrischen Gitarren unterschieden werden.
Stimmung und Tonumfang
Die sechs verschieden dicken Saiten der traditionellen Gitarre sind meistens auf E - A - d - g - h - e’ gestimmt (Standardstimmung). Jede Saite klingt somit eine Quarte, das heißt fünf Halbtöne, höher als die darunter liegende. Eine Ausnahme ist lediglich die h-Saite, die eine große Terz und damit vier Halbtöne höher als die darunter liegende g-Saite klingt. Es gibt verschiedene Merksprüche für die Standardstimmung:
- Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer
- Eine Alte Dumme Gans Hat Eier
- Eine Alte Dame Ging Hering Essen
- Eine Alte Dame Ging Heute Einkaufen
- Eine Alte Deutsche Gitarre Hält Ewig
- Ein Alter Dackel Ging Honig Essen
Diese Stimmung ist erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebräuchlich. Gelegentlich werden auch eine oder mehrere Saiten der Gitarre
auf andere Töne gestimmt. Eine solche veränderte Stimmung nennt man Skordatur. Häufige Skordaturen in der klassischen Gitarremusik sind
D - A - d - g - h - e’ oder seltener D - G - d - g - h - e’. Um Renaissancelautenmusik auf der Gitarre zu spielen wird oft die Skordatur E - A - d - fis - h - e’ verwendet, da so die Intervalle zwischen den Saiten
dieselben sind wie zwischen den ersten sechs Chören der Renaissancelaute.
Daneben werden in der nichtklassischen Musik Skordaturen verwendet, bei denen die leeren Saiten einen einfachen Akkord ergeben. Solche Skordaturen werden offene Stimmungen (open tunings) genannt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Stück Das Loch in der Banane von Klaus Weiland. Durch das Mitschwingen der leeren Saiten erhält die Gitarre einen volleren Klang. Wichtige offene Stimmungen sind:
- Offene D-Stimmung, (D - A - d - fis - a - d’)
- Offene G-Stimmung, (D - G - d - g - h - d’)
Die Stimmung D - A - d - g - h - e’ wird als Dropped D-Stimmung manchmal auch zu den offenen Stimmungen gezählt, obwohl die leeren Saiten
keinen einfachen Akkord ergeben.
Weit seltener als sechssaitige sind Gitarren mit 7, 8 oder 10 Saiten. Die recht häufige 12-saitige Gitarre besitzt zum herkömmlichen EADGHE-Saitensatz sechs Saitenpaare. Die vier tiefen Saiten (E, A, D und G) werden um höhergestimmte Oktavsaiten und die zwei hohen Saiten (H und E) um gleich gestimmte Saiten ergänzt. Die so entstehenden, jeweils eng nebeneinander liegenden Saitenpaare werden zusammen gegriffen bzw. angeschlagen. So wird ein volleres Klangbild als bei der Sechssaitigen Gitarre erzielt.
Notation
Noten für Gitarre werden im oktavierten Violinschlüssel notiert, erklingen also eine Oktave tiefer. Um Musikstücke schriftlich festzuhalten und zu lesen, wird auch heute noch neben der Notendarstellung die Darstellung in Tabulatur benutzt - jedoch im wesentlichen für Musik aus den Bereichen Rock, Pop und Folk.
Geschichte
Instrumente wie die Gitarre waren bereits vor 5.000 Jahren sehr populär. Ägyptische Zeichnungen zeigen Frauen, die Instrumente wie eine Gitarre aus der Zeit der Pharaonen spielen. Der Name Gitarre allerdings geht auf die Kithara, ein leierähnliches Instrument der griechischen Antike zurück. Davon leitete sich später das arabische Wort qitara ab, welches ein Instrument bezeichnete, das im 10. Jahrhundert von den Mauren nach Spanien gebracht wurde.
Die spanische Vihuela aus der Renaissance ist die Vorform der heutigen Gitarre. Sie hat einen schmalen Korpus und eine Wirbelplatte.
Frühgeschichte
Wann und wo zum ersten mal auf einer Vorgängerin der Gitarre gespielt wurde, ist ungewiss. Abbildungen aus Mesopotamien und Ägypten von Saiteninstrumenten mit einem Hals, sowie einem Resonanzkörper weisen jedoch auf einen Ursprung in den frühen Hochkulturen hin.
Auch die Griechen spielten auf Saiten-Instrumenten, jedoch eines anderen Typs, den so genannten Jochlauten. Diese bestanden aus einem Schallkörper, der nach oben in zwei seitliche Arme auslief, welche mit einem Querholz verbunden waren. In den so gebildeten Rahmen wurden die Saiten gespannt. Eines dieser Jochlauten-Instrumente wurde damals als „Kithara“ (κιθάρα) bezeichnet, die etymologische Herkunft ist bis heute leider ungewiss.
Das Leierinstrument erfreute sich, nach der Eroberung Griechenlands von dort importiert, im römischen Reich großer Beliebtheit. Aber auch Saiteninstrumente mit Resonanzkasten und Hals waren in Gebrauch und machten sogar einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung. Der ursprünglich längs über den gesamten Resonanzkörper hinweg gehende Hals wurde nämlich stattdessen an den Körper angesetzt, wie es bei heutigen Gitarren auch noch der Fall ist. Diese Instrumente wurden hauptsächlich von der Unterschicht gespielt, also auch den Soldaten, welche das Instrument während der Punischen Kriege (264-146 vor Christus) nach Spanien brachten. Hier grenzt sich der Begriff „Kithara“ jedoch von seiner griechischen Bedeutung ab und bezieht sich von nun an nicht mehr auf die ursprüngliche Jochlaute.
Mittelalter
Durch den Einfluss des Christentums änderten sich auch die Anforderungen an die Instrumente. Besonders die Entstehung der Mehrstimmigkeit forderte eine Weiterentwicklung der Bauform. Der Resonanzkörper wurde nun vorwiegend aus Brettchen zusammen geleimt und die Seitenteile nach außen gebogen, um dem Druck, der durch den angesetzten Hals ausgeübt wurde, standhalten zu können. Außerdem hatten die Instrumente keinen bauchigen Körper mehr, sondern einen zunehmend flachen, wie wir es von den heutigen Gitarren her kennen.
Zwar waren diese Instrumente auch im übrigen Europa bekannt, doch hauptsächlich wurden sie in Spanien verwendet. Seit dem Jahr 711 herrschten dort die Mauren, welche aus ihrer Heimat ein bereits voll ausgereiftes Instrument, die Laute, mitbrachten. Von dieser übernahmen die Gitarrenbauer einige wenige, aber dennoch bedeutsame Details, wie etwa die Bünde am Hals, welche maßgebend für die Stimmung waren.
Neben der Gitarre gab es dort ein verwandtes Instrument, die „Vihuela“. Sie wurde als edlere Variante, der vierchörigen, meist von der Unterschicht gespielten, Gitarre, angesehen. Den einzigen wesentlichen Unterschied stellte die Besaitung dar: Eine „Vihuela“ hatte meist sechs oder mehr Chöre und war dadurch schwerer zu spielen.
Renaissance, Barock und Romantik
Die Musik dieser Zeit, dem 17. Jahrhundert ist uns in Form von Tabulaturen überliefert, nach denen, neben einigen damals sehr berühmten Berufsmusikern, auch viele Laien spielen konnten. Als jedoch in der Barockzeit die Musik akkordlastiger wurde, schaffte nur die „Guitarra“ die nötigen baulichen Anpassungen. Deren feinere Variante, die Vihuela, starb aus. Auch diese Entwicklung vollzog sich auf spanischem Boden, mit geprägt durch Gaspar Sanz und seine Gitarrenschule („Instrucción de música sobre la guitarra española“), und so wurde die Gitarre mit der Zeit als „Guitarra española“ – nun fünfchörig – bezeichnet.
Mit dem Fortschreiten des 17. Jahrhunderts tendierte die Spielweise wieder vom „rasgueando“, dem Schlagen von Akkorden, zum kontrapunktischem Spiel, dem „punteando“, bis ein endgültiger Bruch schließlich in die Frühklassik mündete. Während dieser Zeit änderte sich die Besaitung der Gitarre ständig, da nun die Melodie, als tragendes Element, in den Vordergrund trat und viel experimentiert wurde, um neue Erfahrungen zu gewinnen.
Auf diese Weise wandelte sich die fünfchörige Barockgitarre letztendlich zur sechssaitigen Gitarre des 19. Jahrhunderts, mit einer robusteren und, hinsichtlich der vielen Verzierungen der Barockgitarren, funktionaleren Bauweise. Klanglich war der Einbau von Resonanzleisten am prägnantesten, welche die Schwingungen auf den gesamten Körper übertrugen, sodass die Töne lauter wurden.
Spätgeschichte
Ihre klassische Epoche durchlebte die Gitarre hauptsächlich im deutschsprachigen (Wien) und französischsprachigen (Paris) Raum. Die Hauptkomponisten für das Instrument waren neben anderen in Paris Fernando Sor (1778 -1839), Dionisio Aguado (1784 - 1849) und Napoléon Coste (1805 - 1883) sowie in Wien Mauro Giuliani(1781 - 1828) und Johann Kaspar Mertz (1806 - 1856). Schon in der Romantik führen jedoch einige Entwicklungen wieder nach Spanien. Der Gitarrist Francisco Tárrega (1852 – 1909) schlug dort mit seinen bis heute üblichen Griff- und Anschlagtechniken neue Wege ein. Zur gleichen Zeit vervollkommnete der Gitarrenbauer Antonio Torres (1817 – 1892) die Gitarre in Form und Abmessungen, Anordnung der Resonanzleisten und mechanischen Details.
Zwar gab es im 20. Jahrhundert, auch bedingt durch elektronische Technologien, viele Neuerungen, doch deren Auswirkungen werden sich erst zu einem späteren Zeitpunkt beurteilen lassen. Die Torres-Gitarre ist bis heute die Grundlage einer jeden klassischen Konzertgitarre geblieben.
Aufbau
Antonio Torres
Grundform
In der Regel besteht eine Gitarre im Wesentlichen aus einem Korpus, der als
Resonanzkörper dient und einem damit verbundenen Hals, über den die Saiten laufen
und der üblicherweise in einem Kopf endet.
Hals
Während spezielle Formen der Gitarre (besonders spezielle E-Gitarren) quasi keinen Korpus und/oder keinen Kopf besitzen, ist allen der Hals gemein. Eine minimale Gitarre hat ausschließlich einen Hals, über dem zwischen Sattel (am Kopf) und Steg (auf dem Korpus) Saiten der Dicke nach geordnet aufgespannt sind. Bei heutigen Gitarren besteht der Hals meist nicht aus einem Stück, sondern hat ein aufgeleimtes Griffbrett über das die Saiten laufen. Diese Konstruktion hat zum einen Vorteile für die Stabilität des Halses, zum anderen hat die Wahl der Hölzer für Hals und Griffbrett einen erheblichen Einfluss auf den Klang und die Bespielbarkeit der Gitarre.
Bei klassischen Gitarren mit Darm- oder Kunststoffseiten besitzt ein einfacher massiver Holzhals ausreichend Stabilität, um dem Zug der Saiten ohne störende Verformung standzuhalten. Viele Instrumente mit Stahlseiten, vor allem E-Gitarren und ganz besonders E-Bässe besitzen jedoch noch einen in den Hals eingelassenen Halsspannstab (auch truss rod oder Trussrod). Dieser liegt etwa in der Mitte des Halses in einem gebogenen Kanal und bewirkt eine Vorspannung des Halses entgegen der Saitenzugspannung.
Typische Gitarren haben auf dem Hals Bünde. Diese helfen, die Saite beim Greifen zu verkürzen, um einen bestimmten Ton beim Anschlagen zu erzeugen. Jedes Bundstäbchen entspricht dabei einem Halbtonschritt. Heutzutage sind die, meist aus Metall (z.B. Nickel) bestehenden, Bünde unverrückbar in das
Griffbrett eingelassen. Diese Bauweise erlauben es eigentlich nicht, Zwischentöne zu erzeugen. Mit geeigneten Spieltechniken (z.B. Ziehen, Bottleneck bzw. Slide) ist aber auch das möglich.
Der Hals ist je nach Art der Gitarre am Griffbrett flach oder gewölbt, breit oder schmal. Hierbei haben klassische Gitarren eher einen breiten und flachen Hals, wogegen Stahlsaitengitarren eher schmale und gewölbte Hälse haben.
Kopf
Am Ende des Halses befindet sich der Kopf/die Kopfplatte, wo das eine Ende der Saiten an den Wirbeln
befestigt ist. Mittels der Wirbel werden die Saiten gespannt und durch
Regulierung der Spannung gestimmt. Der notwendige Druck auf den Sattel entsteht dabei durch die Abwinkelung der Saiten gegenüber dem Hals. Je nach Bauform wird diese Abwinkelung entweder durch die Abwinkelung der Kopfplatte oder durch andere geeignete Maßnahmen wie z.B. Seitenniederhalter oder getstaggerte Mechaniken (zum Ende der Kopfplatte niedriger werdende Wirbel) erzielt.
Spezielle Bauformen von Kopfplatten gibt es vor allem bei manchen neueren E-Gitarren. So gibt es beispielsweise Klemmsattel, bei denen die Saiten am Sattel arretiert werden, um besonderes in Verbindung mit Vibratosystemen eine bessere Stimmstabilität zu erzielen. Noch extremer ist der komplette Verzicht auf eine Kopfplatte. In beiden Fällen werden die Wirbel durch Stimmmechaniken am Steg ergänzt oder gar ersetzt. D.h. die eigentliche Stimmfunktion wandert an das andere Saitenende auf dem Korpus.
Korpus
Der Korpus ist je nach Bauform der Gitarre stark unterschiedlich ausgeprägt. Bei akustischen Instrumenten (im Gegensatz zu elektrischen) besteht er meist aus einem leichten hölzernen Resonanzkörper bestehend aus Boden, Zargen und Decke. Die Decke besitzt dabei ein meist kreisrundes Schalloch. Es gibt jedoch, vor allem im Bereich der E-Gitarren, noch zahlreiche andere Bauformen wie z.B. Halbresonanz-Gitarren oder Solidbody-Gitarren (ohne Hohlkörper).
Auf dem Korpus befindet sich der Steg. An diesem ist das andere Ende der Saiten befestigt, oder - zumeist bei elektrischen Gitarren - unterhalb davon an einem Saitenhalter. Auch für den Steg gibt es zahlreiche unterschiedliche Bauformen mit unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten für Saitenlage, exakte Mensur einzelner Seiten oder auch mit Sonderfunktionen (z.B. Tremolo-Hebel).
spezielle Bauformen
Gitarren gibt es in unterschiedlicher Größe und Mensur. So gibt es unter
anderem Kindergitarren und auch speziell für kleinere Menschen angefertigte Instrumente wie
zum Beispiel so genannte Frauengitarren, die unter anderem von Künstlern wie Prince
gespielt werden.
Beim Bau der Gitarre werden traditionell Hölzer für den Korpus und den Hals verwendet.
Jedoch kommen auch hier vereinzelt andere Materialien, wie zum Beispiel Metall,
Verbundwerkstoffe oder Carbon zum Einsatz. Bei den Hölzern werden in der Regel
spezielle Klanghölzer verwendet, die je nach
Gitarrenart und Eigenschaft in unterschiedlichen Kombinationen beim Gitarrenbau verwendet
werden.
Speziell Flamenco-Gitarren sind mit einem Golpeador bestückt, einer dünnen Kunststoffschicht, die das Schallloch von drei Seiten umgibt und die Gitarrendecke vor Beschädigungen schützen soll, z. B. bei Verwendung der perkussiven Technik Golpe. Ein Golpeador kann auch nachträglich an einer Gitarre angebracht werden.
Akustische Gitarre
Eine akustische Gitarre ist eine Gitarre, bei der die Tonerzeugung und Tonverstärkung ohne Elektronik, rein mechanisch erfolgt.
Seit längerer Zeit gibt es auch so genannte elektroakustische Gitarren. Dabei handelt es sich um akustische Gitarren mit eingebautem Tonabnehmer. Dadurch kann der Ton wie bei der elektrischen Gitarre über einen Verstärker ausgegeben werden.
Elektrische Gitarren
Die elektrische Gitarre (E-Gitarre) ist eine Gitarre, bei der die Saitenschwingungen über elektrische Tonabnehmer abgenommen und elektronisch verstärkt werden. Dies geschieht üblicherweise mit zur Verstärkung der E-Gitarre angepassten Gitarrenverstärkern. Der Korpus ist zumeist massiv.
Halbresonanz- und Jazzgitarre
Gitarrenverstärker
Eine Halbresonanzgitarre (auch Semiakustik-Gitarre bzw. Halbakustikgitarre genannt) ist eine Zwischenstufe zwischen Solidbodygitarre (massiver Korpus) und Vollresonanz-E-Gitarre, und hat entweder (in Verlängerung des Halses) einen massiven Block in der Mitte (Center-Block/
Soustain-Block) und nur die Seitenteile des Korpus sind hohl, oder der Korpus ist massiv bis auf eine oder mehrere Resonanzkammern, was in beiden Fällen bewirkt, dass die Gitarre auch ohne Verstärkung hörbar ist. Dabei ist der Korpus oft nur so dünn wie bei einer Solidbody, bei der Konstruktion mit Center-Block oft etwas dicker. Das bei der Akustikgitarre übliche runde Schallloch ist abgelöst durch F-Löcher oder andere, die die Flanken verzieren. Die Anbringung der Tonabnehmer ist hingegen ähnlich gestaltet wie bei einer reinen E-Gitarre.
Eine E-Gitarre mit einem vollständigen Resonanzkörper bezeichnet man als Vollresonanz-E-Gitarre oder Jazzgitarre. Der Resonanzkörper ist oft, aber nicht immer, so dick wie bei einer Akustikgitarre. Dieser Gitarrentyp hat keinen Center-Block, so dass die Decke frei schwingen kann.
Bei vielen Ausführungen der Jazzgitarre und manchen der Halbresonanz-Gitarre ist der Saitenhalter nicht nahe dem Steg auf der Decke, sondern vergleichbar einem Geigensaitenhalter am unteren Ende der Gitarre befestigt.
Eindeutige Beispiele für Halbresonanz sind die abgebildete Ibanez und das Urmodell Gibson ES 335. Typische Jazzgitarren sind z. B. Gibson L-5 und ES 175 sowie die Höfner Semiakustik Modelle.
Bei der Bauart elektrischer Gitarren unterscheidet man außerdem zwischen Instrumenten mit durchgehendem Hals (neck-thru) und angeleimtem bzw. angeschraubtem Hals (bolt-on).
E-Bass
Ein E-Bass ist eine Mischung aus akustischer Bassgitarre und Kontrabass, nur elektronisch verstärkt. Er hat in der Regel vier Saiten (es gibt aber auch 5- und 6-Saiter), die den vier tiefen Saiten der Gitarre entsprechen, nur um eine Oktave tiefer gestimmt. Damit ist der E-Bass wie ein Kontrabass gestimmt.
Luftgitarre
Die Luftgitarre ist eine pantomimisch dargestellte Gitarre; ein Luftgitarrist imitiert mit oft nicht geringem Körpereinsatz das Spiel auf einer E-Gitarre. In Finnland gibt es seit einigen Jahren eine Weltmeisterschaft im Luftgitarrespielen. Imitiert wird hierbei die Bühnenshow von Rockgitarristen.
Silent/Traveller Guitar
Silent Guitar und Traveller Guitar sind die Markennamen von korpuslosen Gitarren, die sich wie eine Konzert- oder eine Folk-/Westerngitarre spielen. Durch den fehlenden Resonanzkörper sind sie wesentlich leiser, aber auch kompakter als andere Gitarren. Der Ton kann darüber hinaus auch elektrisch abgenommen und verstärkt werden.
Simulation/Synthesizer
Die Firma Roland schaffte es als erste, mit einem speziellen Tonabnehmer für Stahlsaiten und geeigneter Software verschiedenste Gitarrentypen, Formen, Bauarten, Stimmungen usw. zu simulieren. Auch konnten die Saitenschwingungen zur Klangsynthese weiterverwendet werden. Line 6 entwickelt mit der Variax als erste Firma eine Gitarre, die per Knopfdruck unterschiedliche Gitarrenmodelle simuliert.
Varianten
- abgeleitete Varianten der Gitarre:
- Steelguitar/Hawaiigitarre
- Ukulele
- Gitalele
- ähnliche Varianten aus der Lautenfamilie
- Banjo
- Mandoline
- Shamisen
Spieltechniken
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Spieltechniken, die mit der Greifhand oder der Anschlagshand ausgeführt werden. In seltenen Fällen werden einige Techniken in der Praxis auch mit beiden Händen angewendet.
Haltung
Klassische Haltung
Die Gitarre wird bei der klassischen Haltung auf dem Oberschenkel der Greifhandseite abgestützt. Der Hals zeigt dann zur Greifhandseite hin. Es ist möglich mit einem Gitarrenkasten oder mit einer Fußbank das Bein der Greifhandseite um einige Zentimeter zu erhöhen, damit eine optimale Sitzhaltung erreicht werden kann. Alternativ kann der Fuß der Greifhandseite auf dem Boden bleiben, wenn zwischen dem Auflagepunkt des Gitarrenkorpus und dem Bein der Greifhandseite eine Stütze angebracht wird, die somit ebenfalls die Position des Halses erhöht.
Der Ellenbogen der Greifhandseite sollte entspannt und um etwa 90 Grad abgewinkelt sein. Die Schlaghand sollte locker über den Bauch der Gitarre hängen. Die Greifhand sollte so positioniert werden, dass noch etwas Platz (etwa von der Größe eines Tennisballs) zwischen dem Griffbrett und dem Handgelenk ist. Der Daumen sollte auf der Rückseite des Griffbretts etwa in der Mitte aufgesetzt werden. Beim Greifen der Saiten ist in der Regel darauf zu achten, dass die Fingergelenke der Greifhand nicht durchgedrückt werden, also nicht entgegen ihrer natürlichen Abknickrichtung gedehnt werden; diese für den Anfänger möglicherweise anstrengende Handhaltung kann durch etwas Übung leicht aufrecht erhalten werden, sie ist für ein präzises Spiel und viele Techniken der Greifhand von großem Vorteil. Beim Greifen eines „Barrégriffes“, also beim Greifen mehrerer Saiten mit nur einem Finger, sollte der durchgestreckte Finger nahe am Bundstäbchen angesetzt werden.
Die Finger der Schlaghand sollten sich beim Zupfen aus den oberen Gelenken heraus bewegen, weshalb auch hier auf genügend Abstand zu den Saiten zu achten ist. Für das Akkordspiel ohne Plektrum ist es zweckmäßig, Daumen und Zeigefinger zusammen zu verwenden, wobei sich diese beiden Finger berühren und die drei restlichen Finger etwas abgespreizt werden, um das Spiel nicht zu behindern.
Techniken der Anschlagshand
Die Anschlagshand, bei Rechtshändern ist es die rechte, ist die „führende“ Hand. Sie gibt oftmals Rhythmus und Geschwindigkeit vor und produziert die Töne durch Anschlagen der Saiten. Generell lassen sich für die Anschlagshand die Spieltechniken Zupfen (engl. picking), Schlagen (engl. strumming), Dämpfen (engl. muting) und perkussive Effekte unterscheiden, die sich jeweils wieder in verschiedene Techniken aufteilen lassen:
Beim Zupfen werden einzelne Saiten mit den Fingern oder einem Plektrum angeschlagen. Auf diese Weise können nicht nur einstimmige Tonfolgen, sondern auch mehrstimmige Melodien gespielt werden. Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen und das Spiel flüssiger klingen zu lassen, wird dabei meist eine Form des Wechselschlags eingesetzt: Zwei oder mehr Finger schlagen die Saiten abwechselnd an. Eine besondere Form des Wechselschlags ist das Tremolo, bei dem drei oder mehr Finger in schneller Folge hintereinander dieselbe Saite zupfen. Diese Technik ist besonders von der Mandoline her bekannt und häufig zu hören in spanischer und lateinamerikanischer Gitarrenmusik. Man unterscheidet darüber hinaus die Anschlagsarten tirando (span. „schießend, ziehend“) und apoyando (span. „aufstützend“), die die Klangeigenschaften des produzierten Tones verändern. Beim tirando-Zupfen wird nur die Saite berührt, die gerade angeschlagen wird, beim apoyando-Zupfen kommt der Finger nach dem Anschlag auf der nächst unteren Saite liegen. Eine weitere Form des Zupfens ist der einhändige Flageolett-Anschlag, bei dem ein Finger der Anschlagshand die Saite an einem bestimmten Punkt berührt, während ein anderer Finger die Saite anschlägt - die genaue Funktionsweise des Flageoletts wird weiter unten ausführlicher erklärt.
- Zupfen: Beim Zupfen werden einzelne Saiten mit den Fingern gezupft bzw. mit dem Plektrum angeschlagen. Dies kann auch in Kombination von Plektrum und Fingern erfolgen. Auf diese Weise ist auch ein mehrstimmiges Melodiespiel möglich. Man unterscheidet insbes. die folgenden Zupftechniken:
- Apoyando, span. aufstützend, anlehnend: Angelegter Anschlag oder Stützschlag, bei dem der Finger nach dem Anschlagen einer Saite auf die nächste fällt. Diese Technik erzeugt einen kräftigen, voluminösen Ton. Das Gegenteil von Tirando.
- Tirando, span. werfend, schießend, ziehend: Freier Anschlag, bei dem der Finger nach dem Anschlagen einer Saite die nächste nicht berührt. Das Gegenteil von Apoyando.
- Schlagen (auch Strumming): Beim Schlagen werden mehrere Saiten gleichzeitig angeschlagen. Dies kann mit einem einzigen oder mehreren Fingern und/oder mit einem Plektrum erfolgen. So lassen sich auch Akkorde spielen. Insbes. wird die folgende Schlagtechnik unterschieden:
- Rasgueado, span. geschrammelt: Eine aus der spanischen Flamenco-Musik stammende Technik, bei der in der Regel drei oder vier Finger (außer dem Daumen) in schneller Folge dergestalt über die Saiten schlagen, dass die Anschläge in großer Geschwindigkeit aufeinander folgen und einen typisch rasselnden Effekt produzieren.
- Wechselschlag: Bezeichnung für unterschiedliche Techniken, mit denen Melodien und Läufe auf Tempo gebracht werden können:
- In der Regel den abwechselnden Auf- und Abschlag (siehe oben Schlagen).
- Bei der klassischen Spieltechnik das abwechselnde Benutzen verschiedener Finger - meist Zeige- und Mittelfinger - beim Spielen von Melodien.
- Beim Spiel einzelner Saiten mit dem Plektrum das abwechselnde nach unten und oben Anschlagen der Saite mit dem Plektrum (Diese Technik wird auch alternate picking genannt).
- Two-Hand-Tapping Auch right hand tapping genannt: Ein erweitertes normales Tapping, bei dem die rechte Hand zusätzlich zum Einsatz kommt.
- Pizzicato/Palm-Muted: Man dämpft mit dem Handballen die Saiten unmittelbar neben dem Steg ab, um beim Anschlagen einen dumpfen Ton zu erzeugen. Pizzicato/Palm-muting wird in häufig bei Metal- und Rocksongs verwendet, ist aber auch bei der klassischen Gitarre ein gern verwendeter Effekt.
- Golpe, span. Schlag (perkussiver Effekt): Schlagen mit den Fingern auf die Decke der Gitarre, bzw. den Golpeador.
- Sweep Picking (auch „sweeping“): Beim sweep picking werden mehrere Saiten mit einem Plektrumanschlag gespielt. Im Gegensatz zum Akkord klingen die Saiten aber alle einzeln, was durch Dämpfen der Greifhand erreicht wird. Mit Hilfe des sweep pickings kann man schneller spielen und erreicht etwas flüssigere Übergänge zwischen den einzelnen Noten.
- Tremolo: Sehr schnelle Wiederholung eines Tones (häufig: p-a-m-i-Anschlag), durch die der Eindruck eines durchgehenden Tones vermittelt wird. Die Technik ist besonders von der Mandoline her bekannt und häufig zu hören in spanischer und lateinamerikanischer Gitarrenliteratur.
- Dead Note (auch „rake“): Die/der Finger wird nur leicht auf die Saite(n) gelegt, so dass eigentlich gar kein richtiger Ton erzeugt wird. Ein Beispiel dafür ist Nirvana - Smells like teen spirit.
Greifhandtechniken
- Vibrato: Der greifende Finger wird in einer mehr oder wenigen schnellen "Zitterbewegung" leicht hin und her bewegt. Dadurch ändert sich die Tonhöhe nach oben hin in einer leichten Schwingung.
- Flageolett: Ist eine Technik, um das Obertonspektrum eines Tones in den Vordergrund treten zu lassen. Es wird durch eine bestimmte Dämpftechnik der Grundton ausgeblendet. Dadurch hört man die Oktave, Doppeloktav und Quinte anstatt des eigentlich angeschlagenen Tones. Bei dieser Technik berührt ein Finger nur leicht bestimmte Punkte der Saite und verlässt ganz kurz nach dem Anschlag wieder die Saite. Diese Dämpftechnik ist nur an bestimmten Punkten der Saite für das Flageolet sinnvoll einsetzbar. Bei ungegriffenen Saiten sind diese Punkte: 12. Bund Oktav 5. Bund Doppeloktav 7. und 19. Bund Quinte Je nach Qualität der Gitarre sind auch noch an anderen Stellen Flageolets möglich. Sie tendieren aber nicht mehr zu klaren einzelnen Tönen, sondern zu Multiphonics. Man unterscheidet zwischen
- natürlichen Flageoletts: (auch „natural harmonics“) Bei diesen bleiben die Saiten ungegriffen und es wird an den obengenannten Stellen gedämpft/gegriffen.
- künstliche Flageoletts: (auch „artificial harmonics“) Bei diesen werden die Saiten gegriffen. Hier verschieben sich die Anschlagspunkte um jeweils 12 Bünde (Oktav-Flageolet). Soll heißen, wenn die Saite am 3. Bund gegriffen wird, dann ist der Anschlagspunkt am 15. (12+3) Bund. Die Anschlagshand muss hier doppelte Arbeit verrichten, zum Beispiel mit dem i-Finger die Seite abdämpfen und mit dem a-Finger die Saite anschlagen. Was also bei den natürlichen Flageolets von zwei Händen verrichtet wird, muss hier von einer geleistet werden, da die linke Hand mit Greifen beschäftigt ist.
- Hammer-On (auch „Aufschlagbindung“): Ein vorher freier Finger schlägt eine Saite an einem bestimmten Bund schnell auf das Griffbrett. Die Tonerzeugung erfolgt also klopfend durch die linke Hand.
- Pull-Off (auch „Abzugsbindung“): Ein Finger, der vorher einen Ton gegriffen hat, lässt die Saite schnell los bzw. zupft sie leicht an. Dadurch erklingt der Ton, der an einem tieferen Bund auf dieser Saite gegriffen ist, oder aber der Ton der leeren Saite (= Zupfen mit der linken Hand).
- Ziehen (auch „bending“ ): Man greift eine Saite und zieht oder schiebt diese mit dem greifenden Finger entlang der Bundachse, wodurch ein höherer Ton entsteht.
- Gleiten (auch „sliden“ oder „Glissando“): Der Finger gleitet von einem Bund zu einem anderen, wobei die Saite heruntergedrückt bleibt.
- Rake: Die ersten paar Saiten werden vor dem eigentlichen Ton abgedämpft, aber trotzdem mit angeschlagen. Dadurch entstehen percussive Töne.
Gitarreneffekte
Unter Gitarreneffekten versteht man in der Regel elektronische Schaltungen bzw. Effektprozessoren, die das Gitarrensignal verändern. Hauptsächlich treten sie in Form so genannter Bodentreter oder Pedale auf, aber auch als 19"-Einbaugeräte (Racks). Genutzt werden hier vor allem verzerrende, Hall- und Modulationseffekte.
Hilfsmittel
- Kapodaster
- Plektrum
- Bottleneck
- E-Bow (E-Bogen)
- Fußbank
- Gitarrenstütze
Gitarrenhersteller
Bekannte Hersteller von Gitarren (und Verstärkern) sind (in alphabetischer Reihenfolge): Alembic,
Auerswald, Aria, Art&Lutherie, Avalon, BC Rich, Collins, Cort, Crate, Danelectro, Dreizehnter, ENGL, ESP, Dean, Epiphone, Fender, Framus, Furch, Gibson, Giussanni, Godin, Gretsch,Hamer, Heritage, Hughes & Kettner, Hopf Ibanez, Jackson, Lakewood, Lowden, Line 6, Marshall, Martin Guitar, Mesa/Boogie, Matchless, MusicMan, Musima,Orange, Ovation, Paul Reed Smith, Peavey, Roland, Siggi Guitars, Silvertone, Steinberger, Stoll Guitars, Takamine, Taylor, Vigier, VOX,Warwick, Washburn, Yairi, Yamaha
Siehe auch
- Leadgitarre
- Rhythmusgitarre
- Liste von Gitarristen
- Gitarrist
- Musikinstrument
- Gitarrenhersteller
Weblinks
- [http://www.delcamp.net/de/index.html Delcamp.net (deutsch)] Gitarrennoten, Tablatur, Forum.
- [http://bs.cyty.com/visitabilis/gitarre/gitarkrs.htm Online-Gitarrenkurs (deutsch)]
- [http://www.gitarrekonkret.de Online-Magazin (deutsch)]
- [http://www.schanzel.de Schanzels Guitar Site (deutsch)] Richtig Gitarre spielen lernen mit Workshops etc.
- [http://www.gitarrero-beginner.de Gitarre lernen am PC (deutsch)] Lernsoftware für Gitarre und Website mit Infos rund um die Gitarre
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ko:기타
Griechische Sprache
Griechisch (griechisch ελληνικά) ist eine indogermanische Sprache, die einen eigenen Zweig dieser Sprachfamilie darstellt. Eine nähere Verwandtschaft scheint nur zur antiken makedonischen Sprache bestanden zu haben. Griechisch wird von ca. 16 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen ca. 10,5 Millionen in Griechenland leben, wo es Amtssprache ist. Die anderen Muttersprachler sind auf 35 andere Staaten verteilt. Auf Zypern ist Griechisch ebenfalls Amtssprache, offiziell neben dem Türkischen. Außerdem ist in einigen südalbanischen und süditalienischen Gemeinden, in denen Angehörige der griechischen Minderheit leben, das Griechische als lokale Amts- und Schulsprache zugelassen.
Siehe: Griko in Italien
Eine Vielzahl von altgriechischen Wörtern werden darüber hinaus auch in diversen Fachsprachen verwendet und haben Eingang in viele moderne Sprachen gefunden.
Die Sprachcodes nach ISO 639 für Neugriechisch (ab 1453) sind el
bzw. ell oder gre und für Altgriechisch (bis
1453) grc.
Geschichte
1453
Die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Sprache sind in Linearschrift B geschrieben. Sie begegnen ab dem 14. Jahrhundert v. Chr. - also in mykenischer Zeit - als sehr kurze Texte auf Transportamphoren, wo sie den Inhalt bezeichnen. Längere Texte auf zahlreichen Tontäfelchen, ebenfalls rein praktischer Natur, wurden in den Archiven einiger mykenischer Paläste gefunden. Sie stammen aus dem Beginn des 12. Jahrhundert v. Chr.. Nach Zerstörung der meisten bisher bekannten mykenischen Paläste im 12. Jh. ging die Linearschrift B und damit die Schriftlichkeit der ägäischen Welt nach herrschender Meinung verloren. Zumindest gibt es bisher keine Schriftfunde aus der Zeit der dunklen Jahrhunderte. Gegen Ende der dunklen Jahrhunderte, vermutlich um 800 v.Chr., übernehmen die Griechen das phönizische Schriftsystem, das sie im Grunde auch heute noch benutzen. Eines der bekanntesten frühen Beispiele der neuen alphabetischen Schrift zeigt der sog. Nestor-Becher. In klassischer Zeit ist eine Vielzahl von Dialekten feststellbar, zu den wichtigsten zählen das (noch heute in den Schulen als Altgriechisch gelehrte) Attische, das Ionische, das Dorisch-Nordwestgriechische, das Aeolische und das Arkadisch-Kyprische. Die am Anfang der schriftlichen Überlieferung stehenden homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, sind zum Beispiel in einer künstlerischen Sprachform verfasst, die Worte aus verschiedenen Dialekten benutzte, oft nach den Anforderungen des Metrums, im ganzen jedoch Ionisch mit äolischer Prägung ist.
Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. machte den dort gesprochenen attischen Dialekt zur Grundlage einer überregionalen Gemeinsprache (Koiné, griechisch κοινή, die Gemeinsame oder Allgemeine), die durch die Eroberungen Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Weltsprache und lingua franca aufstieg. Auch im Römischen Reich blieb Griechisch neben Latein Amtssprache, dies auch aufgrund der kulturellen Abhängigkeit der Römer von den Griechen. In der Osthälfte des Reiches war Griechisch bereits seit dem Hellenismus die dominierende Sprache. Der Einfluss fremder Sprachen und der fortbestehenden Dialekte führte immer wieder, insbesondere im 2. Jahrhundert, zu Bemühungen um eine Reinigung der griechischen Sprache unter Rückgriff auf das klassische Attisch. Eine solche bereinigte Form des Altgriechischen wurde nach der Teilung des Römischen Reiches (395) zur Amts- und Literatursprache des oströmischen Reiches, das nach der Abschaffung der lateinischen Amtssprache um 630 endgültig vom römischen zum byzantinischen Reich wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt versiegt die Produktion literarischer Werke auf Altgriechisch; die Sprache des byzantinischen Reiches weist da schon deutliche Unterschiede in Grammatik und Aussprache auf. Nach der arabischen Eroberung Syriens und Ägyptens blieb Griechisch dort zunächst noch für einige Jahrzehnte Amtssprache, bevor es diese Funktion ab etwa 700 an das Arabische verliert.
Während der Besetzung Griechenlands durch das osmanische Reich war der Unterricht in griechischer Sprache offiziell verboten. Jedoch lebte sie im Alltag der Griechen (und vielfach von Priestern heimlich gelehrt) fort, veränderte sich aber aufgrund geringer Schriftkenntnis und mangelnder Gelehrsamkeit relativ stark. Nach der modernen Staatsgründung wurde die so genannte Katharévousa (griechisch καθαρεύουσα, Reinsprache; die Grundlagen wurden von Korais geschaffen) offizielle Unterrichts- und Amtssprache, eine „künstlich“ geschaffene Standardsprache, die den Wortschatz der am klassischen Attisch orientierten Koiné abermals künstlich konservierte, jedoch innerhalb weitgehend neugriechisch geprägter Aussprache- und Grammatikstrukturen. Erst 1976 wurde die Volkssprache (Dimotikí, griechisch δημοτική) endgültig zur Sprache der staatlichen Verwaltung und der Wissenschaft; allerdings sind viele Katharévousa-Worte im Laufe der Zeit wieder in die Dimotikí zurück übernommen worden.
Im Verlauf der Jahrtausende hat sich die griechische Sprache vielfach in der Aussprache geändert, die Orthographie blieb jedoch dank vielerlei Bemühungen um eine Reinhaltung der Sprache weitgehend konstant. Die in hellenistischer Zeit in die griechische Schriftsprache eingeführten Akzente und Symbole für Hauchlaute wurden noch bis vor kurzem verwendet. Durch Erlass Nr. 297 des griechischen Präsidenten vom 29. April 1982 wurden der Akzent Gravis, der Akzent Zirkumflex sowie die Hauchzeichen Spiritus asper und Spiritus lenis abgeschafft. Es gibt seitdem in der griechischen Schriftsprache nur noch den Akzent Akut, der die betonte Silbe anzeigt.
Die griechische Sprache und Schrift hatte auf die Entwicklung Europas immensen Einfluss: Sowohl das lateinische als auch das kyrillische Alphabet wurde auf der Basis des griechischen Alphabets entwickelt. Die Rückbesinnung auf das im Westen fast vergessene Griechisch, ausgelöst unter anderem durch die Flucht vieler Byzantiner in den Westen nach dem Fall Konstantinopels 1453, war eine der Hauptquellen der Renaissance und des Humanismus (siehe hierzu auch: Philhellenismus).
Noch heute werden wissenschaftliche Fachbegriffe gerne unter Rückgriff auf griechische (und lateinische) Wörter geprägt.
Das Neue Testament wurde ursprünglich in hellenistischem Griechisch geschrieben und das erste Mal von Erasmus von Rotterdam gedruckt.
Grammatik
Altgriechisch
Die ersten Grammatiken des Abendlandes wurden zu hellenistischer Zeit in der philologischen Schule von Alexandria abgefasst. Aristarch von Samotrake schrieb eine tékhne grammatiké des Griechischen. Die vermutlich erste autonome grammatische Schrift ist die tékhne grammatiké des Dionysios Thrax (2. Jh. v.Ch.), welche die Phonologie und Morphologie einschließlich der Wortarten umfasst. Die Syntax ist Gegenstand eines sehr systematischen Werks des zweiten bedeutenden griechischen Grammatikers, des Apollonios Dyskolos (2. Jh. n.Ch.). Angeblich im Jahre 169/8 "importierten" die Römer die griechische Grammatik und adaptierten sie.
Die Grammatik des Altgriechischen ist auf den ersten Blick recht ähnlich zum Lateinischen, was Partizipialkonstruktionen und sonstige grammatische Phänomene (AcI etc.) anbelangt, so dass Lateinkenntnisse beim Erlernen des Altgriechischen sehr hilfreich sind – und umgekehrt. Gutes Verständnis der deutschen Grammatik hilft allerdings auch; in vielen Fällen ist das Altgriechische dem Deutschen strukturell ähnlicher als dem Lateinischen, beispielsweise sind die bestimmten Artikel im Griechischen vorhanden, während sie im Lateinischen fehlen. Es gibt auch Fälle, in denen die Ähnlichkeit mit dem Lateinischen eher oberflächlicher Art ist und mehr Verwirrung stiftet als hilft – beispielsweise werden die Zeitformen der Verben im Griechischen oft anders verwendet als im Lateinischen.
Im Westen und auch in diesem Artikel werden gewöhnlich lateinische Begriffe (wie Substantiv, Dativ, Aktiv, Person … ) zur Bezeichnung von altgriechischen grammatischen und semantischen Kategorien verwendet, die direkte Übersetzungen der griechischen Definitionen darstellen. In Griechenland werden dagegen bis heute die griechischen Originalbegriffe aus der tékhne grammatiké des Dionysios Thrax verwendet.
Nominale Wörter
Hierzu zählen die Wortarten Substantiv, Adjektiv und Pronomen, die alle dekliniert werden. Auch Partizipien, Verbaladjektive und Infinitive werden dekliniert, sie gelten aber als Zwischenformen (sogenannte Nominalformen des Verbs). Hinsichtlich der Deklination ist folgendes zu benennen:
- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
- (allgemeine) Regeln:
- Maskulinum: bei Bezeichnungen für männliche Wesen, Winde, Flüsse und Monate
- Femininum: bei Bezeichnungen für weibliche Wesen, Länder, Inseln und Städte
- Neutrum: dient unter anderem zur Verkleinerung oder Verächtlichmachung von Wörtern männlichen und weiblichen Geschlechts.
- Für den sonstigen Gebrauch lassen sich keine eindeutigen Regeln aufstellen.
- Besonderheit des Neutrums: Bei Neutrum-Subjekten steht das Verb, auch wenn das Subjekt im Plural steht, in der 3. Person Singular. Diese Besonderheit besteht deswegen, weil das Griechische im Fall des Neutrums einen echten Plural nicht gebildet hat. Der Plural des Neutrums ist eigentlich ein aus dem Indogermanischen ererbter "kollektiver Singular", d.h. ein Sammelbegriff, der formal ein Singular ist, von der Funktion her aber einem Plural entspricht (wie im Deutschen: der Busch, das Gebüsch). Ferner haben im Neutrum – wie in allen indogermanischen Sprachen – Akkusativ und Nominativ identische Formen. Im Griechischen tritt noch die Form des Vokativs den beiden anderen Kasus als identisch hinzu.
Kasussystem
Von den acht Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen fünf erhalten: Nominativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ und Vokativ. Die Funktionen der nicht erhaltenen Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen auf den Dativ und den Genitiv verteilt. Die Aufteilung ähnelt der der deutschen Sprache.
Grundfunktionen der Kasus:
- Akkusativ
- echter Akkusativ (direktes Objekt)
- adverbial: Lativ (Richtung, Ausdehnung, Dauer)
- Genitiv
- echter Genitiv (Bereich)
- Separativ (Herkunft)
- Dativ
- echter Dativ (indirektes Objekt)
- Soziativ (Gemeinschaft)
- Instrumental (Mittel)
- Lokativ (Ort, Zeit)
Verben
Tempussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Tempusstämme: Präsensstamm, Aoriststamm, Perfektstamm, Futurstamm; wovon die ersten drei ein System bilden. Das Altgriechische besitzt aber kein ausgebildetes Tempussystem. Die Tempusstämme drücken Aspekte aus; – die subjektive Betrachtungsweise, das heißt die Art, wie der Sprechende den Verbalinhalt auffasst. Deswegen ist der Begriff Tempusstamm genaugenommen nicht richtig; besser zu sagen wäre Aspektstamm.
Der Aspekt des Präsensstamms ist durativ (linear, iterativ oder konativ). Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt der Verlauf oder das Andauern einer Handlung ausgedrückt.
Beispiele:
- νοσειν = (krank sein = ) krank darniederliegen
- (απο)θνησκειν = sterben ( = im Sterben liegen)
Der Aspekt des Aoriststamms ist punktuell. Das bedeutet, es wird der bloße Vollzug einer Handlung vermeldet. (Die Bezeichnung punktuell wird benutzt, um den Gegensatz zum linearen Präsensstamm auszudrücken. Der Aoriststamm ist die Normalform und benennt eine Handlung oder ein Ereignis, ohne ausdrücken zu wollen, ob diese Handlung in Wirklichkeit punktuell oder linear war/ist.) Bei diesem Aspekt wird in der Sprachpraxis gern ein bestimmter Punkt des Verbalbegriffs ins Auge gefasst, nämlich der Abschluss (effektiv) oder der Beginn (ingressiv) einer Handlung.
Beispiele:
- ingressiv: νοσησαι = krank werden oder erkranken
- effektiv: (απο)θανειν = sterben (als Moment des Dahinscheidens)
Der Aspekt des Perfektstamms ist resultativ. Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt ein (erreichter) Zustand oder einfach ohne jede nähere Bestimmung die Qualität einer Sache ausgedrückt.
Beispiele:
- τεθνηκεναι (τεθναναι) = (gestorben und nun) tot sein
- πεποιθεναι = vertrauen
Mit der Handhabung dieser drei Aspekte stellt der Griechischsprechende aber die zeitlichen Bezüge her, die von den Aspekten selbst nicht ausgedrückt werden. Die Aspekte gelten nun generell, während es eine direkt zeitliche Bedeutung nur im Indikativ gibt (bis auf das Futur. siehe unten).
Die Vergangenheit wird mit Hilfe der Nebentempora, die nur im Indikativ auftauchen, gebildet. Das sind im Präsensstamm das Imperfekt, im Perfektstamm das Plusquamperfekt und im Aoriststamm der Aorist. (Der Aoriststamm ist der älteste Tempusstamm und hat ein Haupttempus im Indikativ nie ausgebildet.)
Der vierte Tempusstamm des Altgriechischen, der Futurstamm, ist eine jüngere Entwicklung und hat in der Tat in allen Modi zeitliche Bedeutung.
Übersicht über die Tempusformen im Indikativ:
Modussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Modi: Indikativ, Optativ, Konjunktiv, Imperativ. Die Funktionen, die diese Formen syntaktisch erfüllen, sind sehr vielfältig. Hier kann nur eine grundsätzliche Bestimmung ihrer Bedeutung vorgenommen werden.
Der Modus bringt die geistige Einstellung des Sprechenden gegenüber dem Verbalinhalt zu Ausdruck.
Mit dem Indikativ drückt der Sprecher aus, dass ihm ein Vorgang oder Zustand als wirklich (real) erscheint.
In den anderen Modi drückt der Sprecher aus, dass ihm der Vorgang oder Zustand nur als vorgestellt gilt.
Der Imperativ drückt einen Befehl aus.
Der Konjunktiv drückt einen Willen (Voluntativ) oder eine Erwartung (Prospektiv) aus. (Er hat also leicht futurische Bedeutung, was umgekehrt für das Futur in Bezug auf den Konjunktiv auch gilt).
Der Optativ drückt einen Wunsch (Kupitiv) oder eine Möglichkeit (Potentialis) aus.
Genera Verbi (eigentlich und für das Griechische besser: Diathese)
Von den drei Genera Verbi sind zwei (Aktiv und Medium) aus dem Indogermanischen geerbt. Das Passiv ist eine jüngere Entwicklung.
Das Aktiv drückt einfach eine Tätigkeit aus.
Das Medium drückt aus, dass das Subjekt an der Handlung beteiligt ist, oder an ihr interessiert ist, dass also eine nähere Beziehung zwischen Subjekt und Handlung besteht (transitives Medium). Ferner kann es ausdrücken, dass das Subjekt von seiner eigenen Handlung betroffen ist (intransitives Medium). Der Begriff Medium soll in etwa ausdrücken, dass diese Form zwischen Aktiv und Passiv stehe. Das ist jedoch weder sprachgeschichtlich, noch morphologisch richtig. Das Passiv ist im Griechischen der Grenzfall des Mediums, denn:
Das Passiv drückt die Wirkung einer Handlung auf das Subjekt aus, die nicht von ihm ausgeht. Insofern die Handlung nur noch auf das Subjekt wirkt, ohne von ihm auszugehen, bildet es den Grenzfall des Mediums. (Außerhalb des Futur- und Aoriststamms hat das Passiv keine eigenständige Form. Formal übernimmt dort das Medium neben der eigenen Funktion auch die des Passivs, was nur aus dem syntaktischen Zusammenhang, oder bei genauer Kenntnis der Beschaffenheit des entsprechenden Verbums zu unterscheiden ist.)
Beispiele:
Aktiv: er löst (etwas)
transitives Medium: er löst (etwas) für sich
intransitives Medium: er löst sich, er lässt sich lösen
Passiv: er wird gelöst (von jdm.)
- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
Erste Person (ich / wir), zweite Person (du / ihr), dritte Person (er, sie, es, Substantiv im Singular / sie, Substantiv im Plural).
Die Personalpronomen des Nominativ werden wie in vielen anderen indogermanischen Sprachen meist ausgelassen, wenn sie nicht besonders betont werden sollen. Es muss also nicht zwangsläufig ein das Subjekt ausdrücklich nennendes Bezugswort (Pronomen oder Substantiv) beim Verb stehen – die Endung reicht aus, um die Person und damit das Subjekt zu identifizieren.
Neugriechisch (Dimotiki)
Die neugriechische Sprache hat einen Großteil der altgriechischen Grammatik vereinfacht, ist aber immer noch eine stark flektierende Sprache. Sie ist eine der wenigen indogermanischen Sprachen, die eine synthetische (also nicht mit Hilfsverben konstruierte) Diathese behalten hat. Der Dativ ist bis auf wenige Formen wie εν τάξει (en táxei //) ("in Ordnung") verloren gegangen und wird meist durch die Konstruktion eis (eigentl. in... hinein) + Akkusativ ersetzt. Andere wichtige Änderungen der Grammatik sind der Verlust des Optativs (wird durch den Konjunktiv ersetzt), des Infinitivs (wird durch Nebensätze ersetzt "Ich will kaufen" -> "Ich will, dass ich kaufe") und des Duals (wird durch den Plural ersetzt), die Verkleinerung der Anzahl von Deklinationen und der verschiedenen Formen in jeder Deklinaton, der neue Modalpartikel θα (aus θέλω να ("ich will, dass...") > θε' να > θα) für das Futur und Konditional, die Einführung von Hilfsverben, die Reduzierung der Partizipien auf zwei, ein aktives und ein passives, die Erweiterung des Futurs auf die Aspektunterscheidung zwischen Präsens/Imperfekt und Aorist, der Verlust der dritten Person Imperativ, außer in Archaismen wie ζήτω! ('Lang lebe!'); neue Pronomen für die 2. Person Plural, da die alten wegen der Lautveränderung akustisch nicht mehr von denen der 1. Person Plural zu unterscheiden waren; und der Vereinfachung des Systems der Präfixe, wie bei der Augmentation und Reduplikation.
Das Phonemsystem der neugriechischen Sprache:
Vokale
geschlossen
halbgeschlossen
offen
Alle Vokale werden kurz ausgesprochen.
laut IPA
Konsonanten
p t k
b d g
v δ z γ
f θ s χ
m n
l
r
Siehe auch
- Griechisches Alphabet
- Liste griechischer Präfixe
- Liste griechischer Suffixe
- griechische Präpositionen
- Liste griechischer Magischer Quadrate
- Namenforschung
- Griechische Zahlen
- griechische Zahlwörter
- Griechische Phrasen und Redewendungen
Literatur
- Geschichte:
- Francisco R. Adrados: Geschichte der griechischen Sprache von den Anfängen bis heute. Tübingen/Basel 2002
- Hans Eideneier: Von Rhapsodie zu Rap. Aspekte der griechischen Sprachgeschichte von Homer bis heute. Tübingen 1999
- etymologische Wörterbücher (altgriechisch):
- Pierre Chantraine: Dictionnaire étymologique de la langue grecque : histoire des mots. 4 Bände. Paris 1968-80 (Neuauflage 1999)
- Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch. 3 Bände. Heidelberg 1973
- Alois Vanicek: Griechisch-lateinisches etymologisches Wörterbuch. Leipzig 1877 (Nachdruck 1972)
- Wörterbücher (altgriechisch):
- Wilhelm Gemoll: Griechisch–Deutsches Schul- und Handwörterbuch bei Oldenburg Schulbuchverlag. ISBN 3-486-13401-9
- Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache in 4 Bänden. Braunschweig 1842 ff. (3. Aufl. 1880; Nachdruck 1954)
- Grammatiken (altgriechisch):
- Eduard Bornemann (u. Mitw. v. Ernst Risch): Griechische Grammatik. Frankfurt a.M. 1978
- Adolf Kaegi: Kurzgefasste griechische Schulgrammatik. Berlin 1884 (seither ständig nachgedruckt), ISBN 3-615-70100-3
- Historische Grammatik:
- Helmut Rix: Historische Grammatik des Griechischen. Laut- und Formlehre. Darmstadt 1992
Weblinks
- [http://www.geocities.com/kurogr/ Wörterbuch Mykenisches Griechisch - klassisches Altgriechisch - Englisch (PDF)]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/graeca/Auctores/g_alpha.html griechische Texte in der Bibliotheca Augustana]
- [http://info.uibk.ac.at/c/c6/c604/pdf/Hajnal/Griech.Dial.pdf Die Vorgeschichte der griechischen Dialekte] - Ein Aufsatz über Entstehen und Geschichte der altgriechischen Dialekte.
- [http://kypros.org/LearnGreek/ Online-Kurs vom zypriotischen Rundfunk CyBC, 105 Lektionen à 30 Min., engl., Real Audio]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.chairete.de/ Materialen zum Altgriechischen, Autoren]
- [http://www.altesprachen.de/heureka/heureka.htm Altesprachen.de]
- [http://www.geocities.com/Athens/Agora/6594/inhalt.html Altgriechisch] (Ziemlich umfangreicher Einstiegskurs)
- [http://www.combib.de/infoseiten/griechisch/griechisch.html Aussprachehilfe zum neutestamentlichen Griechisch] (Deutsche Schulaussprache, nicht Originalaussprache!)
- [http://www.gottwein.de/grueb/gr000.htm Altgriechischer Online-Sprachkurs]
- [http://www.gottwein.de/ Navicula Bacchi] (exzellente Seite rund um die Klassische Philologie mit sehr vielen Unterrichtsmaterialien)
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechisch.html Bibliographie - Griechisch]
-
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Einzelsprache
als:Griechische Sprache
ja:ギリシア語
ko:그리스어
ms:Bahasa Greek
simple:Greek language
th:ภาษากรีก
Kithara
Die Kithara (griechisch κιθάρα - heute im Griechischen auch Bezeichnung für die klassische Gitarre) ist ein Saiteninstrument aus der griechischen Antike, auch oft als Leier oder Lyra bezeichnet. Sie war eines der vornehmsten Instrumente, das vorzugsweise zu feierlichen Anlässen gespielt wurde, besonders beim Kult zu Ehren des Gottes Apollon. Trotz einer gewissen Ähnlichkeit waren Lyra und Kithara verschiedene Instrumente. Die Lyra war meist kleiner und besaß keinen Fuß.
Die Kithara war ein 5 bis 12-saitiges Instrument der griechischen Antike und entwickelte sich aus der viersaitigen Phorminx (φόρμιγξ) im 8./7. Jhd. v. Chr. Der Ependichter Homeros nannte das Spielen mit der Phorminx "kitharida" bzw. "kitharizein". Beide Instrumente waren dem Gott Apollon gewidmet. Kernstück war ein aus Holz gefertigter Schallkasten. Vorne war er flach, hinten gewölbt (nach Münzdarstellungen und Skulpturen), unten schloss er gerade ab. Seitlich ging der Klangkörper in zwei zueinander gebogene, ein Oval formende (hohle) Arme über, die in parallele Enden ausliefen. Das Instrument hatte somit eine gewisse Ähnlichkeit mit einem kopfstehenden, großen Omega (Ω). Ein Querstab (Joch) verband die parallelen Armenden und diente als Saitenspanner. Von dort verliefen die Saiten V-förmig über den Klangkörper und einen Führungssteg zum Saitenhalter am unteren Ende des Instrumentes.
Der Kitharistes (κιθαρίστης), der Kithara-Spieler, hielt meist stehend das Instrument senkrecht vor sich. Die rechte Hand zupfte die Saiten mit einem Plektron (Schlagblättchen aus Metall, Elfenbein, Holz). Die linke Hand dämpfte die Saite bzw. gab der Saite durch Verkürzen höhere Grundschwingungen. Möglicherweise wurde das Instrument mit einem Tragegurt gehalten. Von Kithara und Lyra leiten sich die heute gebräuchlichen Instrumentennamen Gitarre und Leier ab.
Siehe auch: Liste der Musikinstrumente
Kategorie:Historisches Musikinstrument
Kategorie:Zupfinstrument
LeierDie Leier (von griechisch λύρα - die Lýra) bezeichnet:
- in der Musik das antike Zupfinstrument Kithara, ohne Fuß auch Lyra genannt
- in der Musik kurz für das mittelalterliche Musikintrument Drehleier
- in der Astronomie ein Sternbild, siehe Leier (Sternbild)
- in der Technik Synonym für Kurbel
MusikinstrumentEin Musikinstrument ist ein Gegenstand, der mit dem Ziel konstruiert oder verändert wurde, Musik zu erzeugen. Im Prinzip kann jeder Gegenstand, der Töne oder auch nur Geräusche hervorbringt, als Musikinstrument dienen, jedoch wird der Ausdruck normalerweise nur für solche Gegenstände verwendet, die zu diesem Zweck hergestellt oder verändert wurden.
Klassifikation
Es gibt viele verschiedene Versuche, die Vielfalt der Musikinstrumente in Gruppen einzuteilen. Bei praktisch allen Klassifikationssystemen zeigen sich Vor- und Nachteile sowie mehr oder weniger zahlreiche Ausnahmen.
Klassifikation nach Art der Tonerzeugung
- Chordophone (Saiteninstrumente / Tonerzeugung durch Saiten)
- Streichinstrumente wie die Geige
- Zupfinstrumente wie die Gitarre
- Aerophone ("Luftklinger" / Tonerzeugung durch Luftstrom)
- Blasinstrumente
- Blechblasinstrumente
- Holzblasinstrumente
- Tasten-Aerophone:
- Orgel
- Harmonium,
- Handzuginstrumente (Akkordeon und verwandte Instrumente)
- Membranophone ("Fellklinger" / Tonerzeugung durch schwingendes Fell)
- Idiophone ("Selbstklinger" / Tonerzeugung durch Klingen des gesamten Instruments)
- Elektrophone (Elektronische Instrumente)
Innerhalb dieses Schemas sind Mischformen möglich.
Im 1914 veröffentlichten Klassifikationsschema von Curt Sachs und Erich von Hornbostel werden die Instrumente ähnlich unterteilt.
Klassifikation nach Benutzung durch den Spieler
- Blasinstrumente
- Streichinstrumente
- Zupfinstrumente
- Schlaginstrumente
- Tasteninstrumente
weitere Klassifikationen
- nach geographisch-kultureller Herkunft
- nach Bestimmung (Konzert-, Übe-, Kinder-, Spielzeuginstrumente, Harmonieinstrument, Lärm-, Rhythmus- oder Effektinstrument)
- nach Musikrichtung (klassische, Popmusik-, Volksmusikinstrumente)
Siehe auch Liste der Musikinstrumente
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ja:楽器
ko:악기
simple:Musical instrument
ZupfinstrumentUnter dem Begriff Zupfinstrument werden in der Musik Saiteninstrumente (Chordophone) zusammengefasst, bei dem Saiten durch Anreißen oder Anschlagen (meist mit den Fingerspitzen oder einem Plektrum) zum Klingen gebracht werden.
Die heute bekanntesten Zupfinstrumente sind die akustische und die elektrische Gitarre (ab dem 13. Jahrhundert in Spanien), Laute, Harfe, Sitar, Zither und die Mandoline (ab etwa 1650 in Florenz).
Weitere Beispiele für Zupfinstrumente sind die Gitarren (Elektrogitarre, Bassgitarre, Hawaii-Gitarre), Banjo, Balalaika, Cavaquinho, Cister, portugiesische Gitarre, Ukulele, Zupfpsalter, Orpheoreon.
Bei historischen, frühen Tasteninstrumenten, wie beispielsweise beim Cembalo, werden die Saiten durch Kiele (dornförmige Plektren) gezupft.
Auch Streichinstrumente werden gelegentlich gezupft; die Spielanweisung dazu heißt pizzicato.
Ein Zupforchester ist besetzt mit den Stimmen 1. Mandoline, 2. Mandoline, Mandola, Gitarre und (meist gezupftem) Kontrabass.
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QuarteAls Quarte (seltener: „Quart“, v. lat. quartus = der vierte) bezeichnet man in der Musik ein Tonintervall, das vier Tonstufen einer heptatonischen Tonleiter umspannt (z.B. c - f). Im engeren Sinne versteht man unter der Quarte auch den vierten Ton einer Tonleiter. In gleichstufig-temperierter Stimmung umfassen die Quartintervalle zwischen vier und sechs Halbtonschritte.
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Notenbeispiel 1: Quartintervalle
Die Quarte ist das Umkehrintervall zur Quinte und kann in drei Variaten auftauchen. Am geläufigsten ist die reine Quarte (a), die in der natürlichen Stimmung das Frequenzverhältnis 3:4 besitzt. Sie findet in allen Musikarten häufige Verwendung. Je nach musikalischem Stil kann die Quarte als Konsonanz oder als Dissonanz behandelt werden. Heutzutage wird die Quarte meistens konsonant gesehen, allerdings hat sie beispielsweise bei Quartvorhalten oder Quartsextakkorden immer noch die Funktion einer Dissonanz.
Anders hingegen verhält es sich mit der übermäßigen Quarte, die auch unter der Bezeichnung Tritonus bekannt ist. Da sie einerseits zwischen den Grundtönen f und h auftrat, andererseits aber als dissonant gilt, stellte sie für lange Zeit ein tonsystematisches Problem dar („diabolus in musica“) und wurde noch nach dem Mittelalter als unangemessen angesehen. Der verminderten Quarte hingegen kommt nur unter der Berücksichtigung ihrer enharmonischen Verwechselbarkeit mit der großen Terz eine Bedeutung im Dur-Moll-System zu.
Ein Sonderfall ist die sogenannte lydische Quarte, welche in der lydischen Kirchentonart die charakteristische, erhöhte vierte Stufe bezeichnet, da sich in ihr das Lydische vom Dur unterscheidet.
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Notenbeispiel 2: Die „lydische Quarte“
siehe auch: Quartorganum
Kategorie:Musiktheorie
Terz (Musik)Als Terz (v. lat. tertius = der dritte) bezeichnet man in der Musik ein Tonintervall, das drei Tonstufen einer heptatonischen Tonleiter umspannt (z.B. c - e). Im engeren Sinne versteht man unter der Terz auch den dritten Ton einer Tonleiter.
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Notenbeispiel: Terzintervalle
Die Terz ist das Umkehrintervall zur Sexte und kann in vier Variaten auftauchen. Sehr geläufig, da charakteristisch für das Dur-Moll-System, sind die große Terz (a) und die kleine Terz (b), die in der natürlichen Stimmung das Frequenzverhältnis 5:4 bzw. 6:5 besitzen. Die große Terz ist das maßgebliche Intervall des Durtongeschlechts (daher auch die häufige Bezeichnung Durterz), während die kleine Terz (oder auch Mollterz) grundlegend für das Molltongeschlecht ist. Seltener hingegen sind die übermäßige Terz (c) und die verminderte Terz (d), die nur unter Zuhilfenahme von Vorzeichen auftreten. Diese können mit der Quarte bzw. der großen Sekunde enharmonisch verwechselt werden. In gleichstufig-temperierter Stimmung umfassen die Terzintervalle zwischen zwei und fünf Halbtonschritte.
Das Frequenzverhältnis der Terz entscheidet sich mit dem jeweiligen musikalischen Stimmungssystem. Neben den oben erwähnten natürlichen Terzen sind zu erwähnen:
- die pythagoräische große Terz: 64 : 81,
- die gleichtemperierte große Terz: (gewöhnlich auf modernen Tasteninstrumenten),
- die sogen. Blue Note.
Kategorie:Musiktheorie
18. Jahrhundert
Das 18. Jahrhundert begann am 1. Januar 1701 und endete am 31. Dezember 1800. Es zählt zur Epoche der Neuzeit, gilt im Rahmen der europäischen Geschichte als eine Krönung der Aufklärung - man spricht auch von der Zeit der Spätaufklärung. Nachdem bereits seit der Renaissance und vermehrt im 17. Jahrhundert Forscher und Denker wie Galilei, Newton und Descartes Grundlagen geschaffen hatten, entwickelte sich die neuzeitliche Wissenschaft weiter, gab der Landwirtschaft und Warenproduktion (Manufaktur/ früher Industrialismus) neue Impulse, Ursprünge moderner Wirtschaftswissenschaft wurden erarbeitet - durch Adam Smith z. B. In Begleitung von Voltaire und Jean-Jacques Rousseau kam es auch zum Aufblühen einer Philosophie der Aufklärung. Neue Projekte wie die Enzyklopädie (Denis Diderot u. a.) bargen neben rein sachlichen Wissenssammlungen auch brisante Inhalte, beeinflussten die späteren politischen Revolutionen des Jahrhunderts. In Deutschland kam ein neues Durchsetzungskraft des Mittelstandes z. B. in den Werken Gotthold Ephraim Lessings zum Ausdruck. Mit der Aufklärung erweiterten auch die Vertreterinnen der Frauenemanzipation ihr Wirkungsfeld (Mary Wollstonecraft u. a.).
Ereignisse/Entwicklungen
- Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika
- Französische Revolution 1789
- Gründung der Zulu-Nation
- Die Aufklärung
- In London entwickelt sich anfangs Jahrhundert eine florierende Wertpapierbörse
- Wissenschaftliche Entdeckungen und Frühphase der Industriellen Revolution.
- Die Kleine Eiszeit (1500-1850) erreicht um 1750 ihren Höhepunkt.
- Die Parlamente von Schottland und England bilden das Vereinigte Königreich von Großbritannien
- James Cook umrundet die Welt in den 1770ern.
- Beginn der europäischen Besiedlung Australiens 1788.
- Napoleonische Truppen entdecken 1799 den Stein von Rosetta.
- Wars of Empire zwischen Großbritannien, Frankreich, Spanien, Österreich.
- siehe auch Spanischer Erbfolgekrieg 1701-1714 (engl. Queen Anne's War), Österreichischer Erbfolgekrieg, War of Jenkins Ear, Siebenjähriger Krieg (engl. French and Indian War). Besiegelt den Aufstieg Großbritanniens zur Großmacht.
Persönlichkeiten
- James Watt, schottischer Erfinder.
- Johann Sebastian Bach, Komponist
- Canaletto, italienischer Maler
- James Cook, englischer Entdecker
- Denis Diderot, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Leonhard Euler, schweizer Mathematiker
- Henry Fielding, englischer Schriftsteller
- Benjamin Franklin, amerikanischer Erfinder und Diplomat
- Friedrich II. von Preußen, König
- Thomas Gainsborough, englischer Maler
- Johann Wolfgang von Goethe, Dichter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann
- Oliver Goldsmith, englischer Schriftsteller
- Thomas Gray, englischer Dichter
- Joseph Haydn, Komponist
- William Hogarth, englischer Maler
- David Hume, schottischer Philosoph
- Thomas Jefferson, amerikanischer Politiker
- Immanuel Kant, deutscher Philosoph
- Angelika Kauffmann, schweizerische Malerin
- Katharina II. (genannt: Katharina die Große)
- Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Schriftsteller
- Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Aphorist
- Michail Lomonossow, russischer Universalgelehrte
- Anton Raphael Mengs, deutscher Maler
- Wolfgang Amadeus Mozart, Komponist
- Isaac Newton, englischer Physiker
- Joshua Reynolds, englischer Maler
- Jean-Jacques Rousseau, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Friedrich Schiller, deutscher Dichter und Schriftsteller
- Laurence Sterne, englischer Schriftsteller
- Alexander Suworow, russischer Feldmarschall
- Jonathan Swift, irischer Schriftsteller
- Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Johann Philipp Lorenz Withof, Dichter und Philosoph, Verfasser philosophischer Lehrgedichte
- Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin Ungarns und Böhmens
- Christian Wolff, Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker
Erfindungen und Entdeckungen
- Cotton Gin von Eli Whitney
- John Harrisons Chronometer löst das Längenproblem der Navigation der Seefahrt
- Verbesserte Dampfmaschinen durch Thomas Newcomen und James Watt
- Dampfboot
- Dampfwagen
- Heißluftballon
- Fallschirm
- optischer Telegraph
- Blitzableiter
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01-18
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ja:18世紀
ko:18세기
SkordaturDie Skordatur (ital. scordatura) ist die willkürliche Veränderung der Grund- oder Normalstimmung (Akkordatur) eines Saiteninstruments, zum Beispiel bei Violine, Cello, Laute oder Gitarre. Sehr häufig ist die Skordatur in der Literatur für Viola d'amore anzufinden.
Violine
Diese Stimmung erlaubt bereits in tiefen Lagen das Spiel schwieriger Akkorde und eröffnet dem Instrument gleichzeitig andere Klangmöglichkeiten durch Über- oder Unterspannung der Saiten.
Allerdings ist der Saitenverschleiß – besonders beim Höherstimmen – erheblich, und eine Saite lässt sich nicht unmittelbar um 2 Töne tiefer stimmen, ohne sich bei der Akkordatur sofort wieder zu verstimmen, dies wird wohl der Grund für die Aufgabe der Technik gewesen sein. Georg Philipp Telemann verwendete sie noch in einigen Werken, ebenso Niccolò Paganini und Gustav Mahler. Beim Abspielen entsprechender Stücke hält man heutzutage meist ein zweites, präpariertes Instrument bereit. Die Notation wird um das lesen zu erleichtern in einer Griffschrift ausgesetzt.
Diese Kompositionstechnik erscheint ebenfalls in der Folkloretradition; schottische und norwegische (Hardanger) Fidler verändern die Stimmung der beiden tiefen Saiten und haben damit passende Bordune zur Verfügung, die dem des Dudelsack ähnlich ist.
Bekanntestes musikalisches Beispiel aus der Zeit des Barock:
Die 16 Rosenkranz- oder Mysteriensonaten von Heinrich Biber, hier werden gleich 15 verschiedene Stimmungen eingesetzt.
Stimmung von Bibers 16 Rosenkranzsonaten
In der Sonate Nr. 11 werden sogar die Saiten vertauscht.
Gitarre
Bei der Gitarre ist die Skordatur nach wie vor beliebt. Typische Stimmungen neben der Normalstimmung E-A-d-g-h-e' sind:
- Dropped D-Stimmung, (D-A-d-g-h-e') und - einen Ganzton tiefer -
- Dropped C-Stimmung, (C-G-c-f-a-d')
- Offene D-Stimmung, (D-A-d-f#-a-d)
- Offene G-Stimmung, (D-G-d-g-h-d)
Kategorie:Chordophon
Kategorie:Musiktheorie
ja:スコルダトゥーラ
Laute Das Saiteninstrument Laute (aus dem arabischen al' Oud für "das Holz" ××) ist ein Zupfinstrument ähnlich der heutigen Gitarre.
Geschichte
Ein Oud, der Vorläufer der Laute, ist bereits auf einem Relief aus dem Tempel des Hamurabi (1792-1750 v. Chr.) von Babylon zu finden, ebenso ist sie im Grabmal des Harmosis in Ägypten (15. Jhdt. v. Chr.) abgebildet. Die Laute war im 9. Jahrhundert in Persien verbreitet und wurde zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert von Kreuzfahrern aus Arabien nach Europa gebracht, und/oder fand ihren Weg nach Europa über das maurisch besetzte Spanien.
In der Renaissance galt sie als Königin der Instrumente, verlor allerdings im 17. Jahrhundert ihre Stellung und wurde im 18. Jahrhundert endgültig von anderen Saiten- und Tasteninstrumenten verdrängt.
Aufbau
Tasteninstrument
Charakteristisch für die Laute ist der birnenförmige Korpus, aus mehreren Holzspänchen. Die Decke dagegen besteht meist aus dünnem Fichtenholz. Lauten werden mit Saitenpaaren, den so genannten Chören,
bespannt. Die beiden Saiten eines Chores werden im Einklang oder bei den tieferen Saiten in Oktaven gestimmt. Sie bilden eine Einheit und werden zusammen gegriffen und angeschlagen. Bei einigen Komponisten werden die hohen Oktavsaiten allerdings auch gezielt für die Stimmführung verwendet (z.B. Albert de Rippe), bzw. es werden besondere Effekte durch das alleinige Greifen einer der beiden Saiten erzielt (Vincenzo Capirola).
Meistens besteht der 1. Chor jedoch nur aus einer Saite, bei den Barocklauten oft auch der 2. Chor. Vor 1500 hatten Lauten normalerweise vier oder fünf Chöre. Im Laufe der Zeit wurden in der Tiefe zusätzliche Chöre eingeführt. Ab dem 16. Jahrhundert waren sechs Chöre die Norm. Vom Ende des 16. Jahrhunderts an wurden sieben und mehr Chöre verwendet. Bis zum Beginn des 18. Jahrhundert wurde die Laute auf dreizehn Chöre erweitert.
Die Renaissancelaute steht in Terz-Quart-Stimmung: G - c - f - a - d - g. Die siebenchörige Laute hat zusätzlich ein F oder D im Bass, die achtchörige ein F und ein D, bei der zehnchörigen Laute werden die Saiten vom sechsten Chor an absteigend angeordnet: F - E - D - C. Je nach der Tonart des Stückes konnten die Basssaiten umgestimmt werden.
Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts experimentierten viele Lautenisten mit unterschiedlichen Stimmungen (z.B. Mezangeau), um dem veränderten musikalischen Stil gerecht zu werden und um neue Möglichkeiten zu erschließen. Am Ende dieser Entwicklung kristallisierte sich die D-moll Stimmung als grundlegend für die Barocklaute heraus. Sie wurde aus der zehnchörigen Laute heraus entwickelt, zunächst mit elf, später mit dreizehn oder vierzehn Chören versehen.
Außerdem entstanden ab etwa 1600 Großformen der Laute mit einem verlängerten
Hals an dem zusätzliche Basschöre angebracht waren. Diese wurden hauptsächlich
für den Generalbass verwendet (Erzlaute, Theorbe, Chitarrone).
Spielweise
Ursprünglich wurden wohl die Saiten der Laute wie die des arabischen Ud mit einem Plektrum angeschlagen, das in der Regel aus einem starken Vogelfederkiel bestand. Plektrum Erst um 1500 entwickelten die Lautenisten die Spieltechnik mit den Fingern, womit mehrstimmiges Spiel möglich wurde. Dabei wurden in der frühen Zeit schnelle Läufe in der rechten Hand mit Daumen und Zeigefinger gespielt - einer Technik, die aus dem Plektrumspiel entwickelt wurde, während Akkorde mit Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger gegriffen wurden. Die Finger hielt man mehr oder weniger parallel zu den Saiten. Der kleine Finger ruhte auf der Decke - wie bereits früher beim Plektrumspiel. Im Gegensatz zu dieser Technik (die man auch die "Daumen-innen-Technik" nennt, weil der Daumen in die Richtung des Handinneren schlägt)entwickelten die Lautenisten in der späteren Renaissance und in der Barockzeit für die rechte Hand die sogenannte "Daumen-außen-Technik". Die Hand wurde stärker gedreht, so dass die Finger beinahe in rechtem Winkel die Saiten berührten. Der Daumen bediente ähnlich wie bei der Konzertgitarre vor allem die Basssaiten. Der kleine Finger wurde zumeist weiterhin als Stützfinger verwendet. Die Technik entwickelte sich aufgrund der lebhafteren Bassführung in der späteren Musik.
Im weiteren Sinne bezeichnet man in der Musikwissenschaft jedes Saiteninstrument mit einem Hals und Resonanzkörper als Laute. In diesem Sinne sind dann auch z.B. Violine, Gitarre und Sitar Lauten.
Weblinks
- [http://www.lautengesellschaft.de Deutsche Lautengesellschaft]
Kategorie:Historisches Musikinstrument
Kategorie:Zupfinstrument
×× al' oud oder al' aud wurde später im Französischen zu luth, im Deutschen wurde daraus Laute
ja:リュート
ko:류트
simple:Lute
Offene D-StimmungDie Offene D-Stimmung, nach einem traditionellen Folk-Stück auch als Vestapol-Stimmung bezeichnet, ist eine Gitarrenstimmung. Die Saiten sind dabei so gestimmt, dass beim Anschlagen der leeren Saiten der D-Dur Akkord erklingt.
Ausgehend von der Standardstimmung (E-A-d-g-h-e’) erhält man die offene D-Stimmung (D-A-d-f#-a-d) wie folgt:
- Die sechste Saite (Bass-Saite) wird einen Ton tiefer gestimmt. Sie muss dann eine Oktave tiefer klingen als die leere vierte Saite. Die sechste Saite im siebten Bund und die leere fünfte Saite sollten also gleich klingen.
- Die dritte Saite wird einen Halbton tiefer gestimmt und klingt dann wie die am vierten Bund gegriffene vierte Saite.
- Die zweite Saite wird einen Ton tiefer gestimmt. Sie klingt dann eine Oktave höher als die leere fünfte Saite oder wie die im dritten Bund gegriffene dritte Saite.
- Die erste Saite wird ebenfalls einen Ton tiefer gestimmt und klingt dann eine Oktave höher als die leere vierte Saite oder wie die zweite Saite im fünften Bund.
Grifftabelle
Die Ziffern bezeichnen die zu greifenden Saiten; links die Bass-Saite. Mit x bezeichnete Saiten werden nicht angeschlagen.
A x02102
A 777777
A7 x02302
A7 7777(10)7
H 464564
Hm 020020
D 000000
D 000054
D7 000030
D7 000657
E 222222
Em xx2122
F# 444444
F#m 044004
G 555555
G 020120
G7 020123
G7 555585
Kategorie:Gitarre
Dropped-D-StimmungDie Dropped D-Stimmung ist eine Stimmung für Gitarren. Hierbei wird die sechste Saite (E- oder Bass-Saite) gegenüber der Standardstimmung (E-A-d-g-h-e’) um einen Ton tiefer gestimmt, d. h. D-A-d-g-h-e’. Die sechste Saite muss nach dem Umstimmen also eine Oktave tiefer klingen als die vierte Saite; die sechste Saite im siebten Bund und die leere fünfte Saite erzeugen damit die selbe Tonhöhe.
Durch diese Stimmung erklingt beim Durchschlagen der offenen Basssaiten der Gitarre ein D-Powerchord (D-A-d). Diese Stimmung ermöglicht es, besonders schnell, sauber und gelenkschonend zwischen Powerchords zu wechseln. Es reicht dazu aus, mit einem beliebigen Finger der Greifhand einen Barré über die Basssaiten zu legen. Da beim Anschlagen der leeren Saiten kein echter Akkord erklingt, ist die Dropped D-Stimmung keine offene Stimmung im engeren Sinn.
Sie ist besonders für Stücke in D (egal ob Dur oder Moll) geeignet. Die Gitarre klingt voller; ein D-Akkord ist nun mit wenig Mühe über alle sechs Saiten zu spielen. Gegenüber der Standardstimmung ändern sich die Griffe nur wenig. Wie aus der Grifftabelle ersichtlich, darf die sechste Saite mitunter nicht mitgespielt oder muss zwei Bünde höher gegriffen werden.
Eine Variation des Tunings besteht darin, alle Saiten zusätzlich um einen oder mehrere Halbtöne tiefer zustimmen, um Bundreinheit zu gewährleisten sind dazu allerdings dickere Saiten notwendig.
Dropped D-Stimmung wird vor allem in den Bereichen Heavy Metal, Crossover, Hardcore Metal und Nu Metal, aber auch häufig in der Rockmusik eingesetzt.
Grifftabelle
Die Ziffern bezeichnen die zu greifenden Saiten; links die Bass-Saite. Mit x bezeichnete Saiten werden nicht angeschlagen.
A x02220
A 0x7650
Am x02210
H x24442
Hm x24432
C x32010
D 000232
Dm 000231
E xx2100
Em 222000
F xx3211
F# xx4322
F#m xx4222
G 550003
Kategorie:Gitarre
Offene StimmungAls Offene Stimmung wird meist bei Gitarren eine Stimmung bezeichnet, die ohne Greifen von Saiten einen Akkord ergibt.
Es handelt sich dabei um Skordaturen, bei denen die leeren Saiten einen einfachen Akkord ergeben. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Stück Das Loch in der Banane von Klaus Weiland. Durch das Mitschwingen der leeren Saiten erhält die Gitarre einen volleren Klang. Wichtige offene Stimmungen sind:
- Offene D-Stimmung, (D-A-d-fis-a-d’)
- Offene G-Stimmung, (D-G-d-g-h-d’)
- DADGAD, (D-A-d-g-a-d’)
Die Stimmung D-A-d-g-h-e’ wird als Dropped D-Stimmung manchmal auch zu den offene Stimmung gezählt, obwohl die leeren Saiten keinen einfachen Akkord ergeben.
siehe auch: Stimmung (Musik)
Kategorie:Gitarre
Note (Musik) Eine Note (aus dem Mittellateinischen ins Mittelhochdeutsche entlehnt) ist in der Musik ein grafisches Symbol zur schriftlichen Aufzeichnung eines Tones. Ihre Plazierung im Notensystem zeigt die Tonhöhe an, die der Notenname ausdrückt: meist in Relation zu einem Tonsystem. Ihre äußere Gestalt bezeichnet die Tondauer, den Notenwert.
Notenwert
Eine Note besteht in der Regel aus einem rundlich-ovalen Notenkopf und einem seitlich daran ansetzenden Notenhals in Strichform. Der Hals kann nach rechts oben oder links unten geführt sein. Der Notenkopf kann je nach Tondauer voll geschwärzt (Viertel-, Achtel-, Sechzehntelnoten usw.) oder nur weiß umrandet (halbe, dreiviertel, ganze Noten) dargestellt werden. Die ganze Note mit einer Tondauer, die vier Viertelnoten entspricht, besteht nur aus dem - meist etwas größer und fetter gedruckten - Notenkopf. Noten mit einem oder mehreren seitlichen "Fähnchen" am Hals bezeichnen kleinere - kürzere - Notenwerte; mehrere solcher Notenhälse werden zu Gruppen mit Querbalken verbunden. Ein Punkt rechts hinter einem beliebigen Notenkopf verlängert dessen Dauer um die Hälfte des angegebenen Wertes (punktierte Note). Den Noten entsprechen Pausenwerte, die mit anders geformten Pausensymbolen notiert werden. Weitere grafische Zeichen über oder unter dem Notenkopf markieren die gewünschte Artikulation und Lautstärke eines Tones.
Im Plural bezeichnen Noten auch das Medium, auf dem die Musik in geschriebener Form festgehalten ist: zum Beispiel als gebundene Partitur, Manuskript oder gedruckte Einzelstimme eines Musikstücks („Sie konnten nicht proben, denn Julien hatte seine Noten zuhause vergessen“). Als Sammelbegriff für die schriftliche Aufzeichnung von Musik verwendet man auch den Ausdruck "Notation" oder "Notierung" mit dazugehörigem Adjektiv "notiert", auch wenn diese keine Noten im engeren Sinn enthält: so etwa bei der "graphischen" Notation, die andere Grafiken statt oder zusätzlich zu Notensymbolen verwendet.
Siehe auch
- Notation
- Notenschlüssel
- Tabulatur
- Notensystem
Weblinks
- http://tonalsoft.com/enc/encyclopedia.aspx (engl.)
Kategorie:Notenschrift
ja:音符
Oktave (Musik)
Die Oktave, seltener "Oktav", (von lat. octavus = der achte) ist ein musikalisches Intervall und bezeichnet den Abstand von der 1. zur 8. Stufe in heptatonischen Tonleitern.
In gleichstufig-temperierter Stimmung (westlich-abendländisch) umfasst die reine Oktave 12 Halbtöne, die verminderte 11 und die übermäßige 13.
Die Oktave ist das Intervall in der Musik, bei dem die Frequenzen der beiden betroffenen Töne im Verhältnis 1 : 2 stehen.
Das heißt, um eine Oktave zu erhalten, geht man von einem festen Ton aus und halbiert bzw. verdoppelt dessen Frequenz. Dadurch erhält man (subjektiv empfunden) gleich klingende Töne, eine Oktave tiefer bzw. höher.
Reine Oktaven wiederholen den Tonnamen (c’ - c’’). Die verminderte Oktave ist um einen Halbton kleiner (z. B. c’ - ces’’), die übermäßige um einen Halbton größer (c’ - cis’’). Reine Oktaven sind konsonante Intervalle.
Die Tonleitern im abendländischen Musiksystem erstrecken sich jeweils über einen Oktavraum und wiederholen sich dann im Oktavabstand.
Unser Tonsystem ist in Oktavräume eingeteilt, die jeweils (aufwärts) von Ton c bis Ton h reichen. Jeder Oktavraum hat einen eigenen Namen, mit dem man Töne gleichen Namens aus unterschiedlichen Oktavräumen unterscheiden kann.
Tonsystem
Das Tonsystem der abendländischen Musik ist in folgende Oktavstreifen unterteilt:
- Subkontra-Oktave: von ‚‚C (16,4 Hz) bis ‚‚H – Töne unter 16 Hz werden nicht vom Ohr wahrgenommen
- Kontra-Oktave: von ‚C (32,7 Hz) bis ‚H
- Große Oktave: von C (65,4 Hz) bis H
- Kleine Oktave: von c (130,8 Hz) bis h
- Eingestrichene Oktave: von c’ (261,5 Hz) bis h’ – das eingestrichene a (a’ = 440 Hz) ist der weltweit festgelegte Kammerton.
- Zweigestrichene Oktave: von c’’ (523,2 Hz) bis h’’
- Dreigestrichene Oktave: von c’’’ (1046 Hz) bis h’’’
- Viergestrichene Oktave: von c’’’’ (2093 Hz) bis h’’’’
- Fünfgestrichene Oktave: von c’’’’’ (4186 Hz) bis h’’’’’
- usw.; theoretisch ist nach oben keine Begrenzung, tatsächlich ist aber spätestens in der achtgestrichenen Oktave selbst die Hörgrenze von Säuglingen überschritten.
Kategorie:Musiktheorie
Der Kammerton a' gehört zur eingestrichenen Oktave. Die Oktaven darüber heißen zweigestrichen, dreigestrichen usw. Unter der eingestrichenen Oktave liegen in absteigender Reihenfolge die kleine Oktave, die große Oktave, die Kontraoktave und die Subkontraoktave.
Es gibt verschiedene Konventionen, wie man einem Tonnamen eine eindeutige Oktavbezeichnung geben kann:
- n-gestrichene Oktaven: Kleinbuchstaben mit Strichen oder hochgestellten Indizes, z.B. oder
- kleine Oktave: Kleinbuchstaben, z.B. c, d, e, ...
- große Oktave: Großbuchstaben, z.B. C, D, E, ...
- Kontraoktave: Großbuchstaben mit tiefgestelltem Index 1 oder doppelte Großbuchstaben, z.B. oder CC, DD, EE, ...
- Subkontraoktave: Großbuchstaben mit tiefgestelltem Index 2 oder dreifache Großbuchstaben, z.B. oder CCC, DDD, EEE, ...
Bild:OktavRäume.PNG
Die beiden Klammern mit 8vb (Ottava bassa) und 8va (Ottava alta) geben jeweils eine Verschiebung von einer Oktave nach unten bzw. oben an.
Neben der klassischen Musiknotation hat sich auch eine Kurznotation entwickelt, die, ausgehend von der 88-Tasten-Standardklaviatur, die Oktaven von unten bis oben durchzählt, angefangen jeweils beim C. Das Subcontra-C (C) ist das erste C auf der Klaviatur, es heißt deswegen C1. Das fünfgestrichene c (c), die höchste Taste, ist das achte C auf der Klaviatur und heißt demnach C8. Die Halbtöne werden unabhängig ihres Harmoniezusammenhangs mit # als erhöht dargestellt (enharmonische Verwechslung), ges würde so zum Beispiel als F#5 geschrieben werden.
Besonders in der digitalen Notation hat sich diese einfache Schreibweise etabliert, in Tracker-Musikprogrammen ist sie zumeist die einzige Darstellungsart. Oft ist über die Standardklaviatur (A0-C8) hinausgehend ein Spektrum von C0-B9 verfügbar, obwohl C0 mit 16,35 Hz unterhalb des normalen menschlichen Hörbereichs liegt und B9 mit 15,80 kHz an der oberen Grenze (und tonal nicht mehr eindeutig bestimmbar). Theoretisch ist die Notation, wie auch die klassische, in beide Richtungen beliebig erweiterbar.
Kategorie:Musiktheorie
ja:オクターブ
th:ออกเตฟ
Ägypten
Ägypten ( Misr) liegt im Nordosten Afrikas, die zu Ägypten gehörende Halbinsel Sinai wird im allgemeinen zu Asien gezählt. Das Land grenzt an das Mittelmeer, das Rote Meer (Golf von Aqaba), den |